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Historie

1928 legten die Schiffbaumeister und Brüder, Otto und Eduard Winkler auf der väterlichen Schiffswerft in Rüdersdorf bei Berlin ihr erstes eigenes Fahrgastschiff auf Kiel und gründeten damit die Reederei Gebrüder Winkler. 1928 war auch das Geburtsjahr von Bruno Winkler, Sohn von Otto und Martha Winkler.

Die Fahrgastschifffahrt wurde ihm direkt in die Wiege gelegt. In den kommenden 25 Jahren unternahmen 3 Motorschiffe der Reederei Ausflugsfahrten hauptsächlich auf den östlichen Gewässern Berlin’s zu den großen Gartenrestaurants am Müggelsee. Vor Beginn des Zweiten Weltkrieges hatte Otto Winkler ein neues Schiff, einen Schleppdampfer auf Kiel gelegt. Daraus erbaute er später das Fahrgastschiff „Deutschland“. In den Wirren des Krieges konnte er zwar seine Familie, nicht aber sein ganzes Hab und Gut schützen. Ein Fahrgastschiff wurde für die Transportflotte der Wehrmacht beschlagnahmt und kam auf Nimmerwiedersehen bis zum Dnepr in Russland. Die Werft musste das gesamte Material abgeben und den Betrieb einstellen. Nach dem Krieg kam die Lust der Bevölkerung auf Abwechslung wieder auf Touren und die Fahrgastschifffahrt erlebte einen neuen Aufschwung. Auch sogenannte Hamsterfahrten wurden zum neuen Betätigungsfeld. Die waren weniger zum Vergnügen, vielmehr um die Stadtbewohner mit Lebensmitteln aus dem Umland zu versorgen.

Als 1953 die Enteignung durch die DDR-Behörden bevorstand, ließ die Familie die Werft, ihr Wohnhaus und 2 Schiffe in Rüdersdorf zurück und flüchtete mit dem kohlebetriebenen Dampfschiff „Deutschland“ nach Westberlin. Der Neuanfang war gemacht. Verschiedene Jahre war das Schiff Wohnung und Arbeitsstätte der Familie und bildete die Grundlage für das heutige Unternehmen.

In den Jahren des Wirtschaftswunders wurde aus dem Dampfschiff, leider aus Gründen der Rentabilität, ein Motorschiff und fuhr noch bis 1988 im Unternehmen.

Weitere Schiffe kamen in der Zeit hinzu.

  • „Poseidon“ 1960 erworben und vom Dampf- zum Motorschiff umgebaut. Nach einer Havarie 1969 mit dem Frachtschiff „Poseidon“ stark beschädigt und später verschrottet.
  • „Vaterland“ Neubau 1965 Schiffswerft Schmidt am Rhein
  • „Hanseatic“ Neubau 1971 Schiffswerft Schmidt gebaut und 1981 verlängert
  • „Präsident“ 1977 von der Reederei Schmolke in Berlin erworben
  • „Europa“ Neubau 1987 Lux-Werft.

Die Flotte der Reederei Bruno Winkler hatte bald einen guten Namen unter den Dampferfreunden in Westberlin.

Es entstand der Slogan:
Für jeden Berliner ein Begriff – eine Dampferfahrt auf `nem Winkler-Schiff.

Man fuhr gerne an Bord der großen Restaurations-Schiffe von Tegel nach Wannsee, Pfaueninsel bis zur Glienicker Brücke und genoss die guten Speisen und Getränke. Die Zeiten, wo es nur Bockwurst mit Kartoffelsalat und Berliner Weiße gab, gehörten der Vergangenheit an. Besonders beliebt war das Flaggschiff, die MS „Hanseatic“. Mit einer Länge von 60 m und 450 Innenplätzen zählte es zu den größten Schiffen in Berlin und war auch sehr beliebt für Tanzveranstaltungen, den damaligen Mondscheinfahrten.

Nach der Wende 1990 wollten die Berliner raus in’s so lange unerreichbare grüne Umland. Auch dafür hatte Bruno Winkler die richtigen Fahrten ad hoc im Programm. Es ging nach Potsdam, Werder zur Baumblüte und nach Brandenburg an der Havel. Wie in alten Zeiten. Doch die alten Zeiten blühten nur kurz wieder auf und Berlin wurde zum Touristen-Magnet für Besucher aus nah und fern. Die Berlin-Besucher wollten nicht nur schöne Fluss- und Seenlandschaften sehen, sondern die Mitte Berlin‘s mit den schönen, historischen und neuen, modernen Gebäuden erleben. Das hieß für die Reederei Winkler nach über 40 Jahren wieder einen Neubeginn wagen.

1993 wurde mit der leicht umgebauten MS „Vaterland“ die erste City-Tour auf der Spree zwischen Charlottenburg und der Oberbaumbrücke ins Leben gerufen. Im Sommer 1994 wurde der Spree die Krone aufgesetzt und das heutige Flaggschiff der Reederei die elegante MS „Spreekrone“ in Dienst gestellt. Es folgte 1997 die MS „Charlottenburg“ deren Maße auf den Landwehrkanal abgestimmt wurde um die sogenannten Brückenfahrten auf Spree und Landwehrkanal anbieten zu können.

2005 wurden die MS „Fortuna!“ und 2007 die MS „Bellevue“, wie auch die anderen beiden Neubauten, nach eigenen Wünschen und den Gegebenheiten der Berliner Innenstadt-Gewässer durch den Schiffbauingenieur Josef Bremm von der Lux-Werft in Mondorf am Rhein konstruiert und erbaut. Die Fahrgastschiffe der zweiten Generation wurden nach und nach bis 2008 verkauft und erhielten neue Fahrgebiete bei anderen Privatreedereien auf Mosel, Saar und Elbe.

Übrigens, wurden alle Schiffsneubauten immer nur von Familienmitgliedern traditionell mit einer Flasche Sekt getauft um den Schiffen, der Besatzung und den Gästen Glück zu bringen. Eine Portion Glück zusammen mit langjähriger Erfahrung und Mut haben zum Erfolg des Familienunternehmens geführt. Fleißige, loyale Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und treue Fahrgäste haben dazu beigetragen alle Krisen der Vergangenheit und hoffentlich auch der Zukunft zu überstehen.

Die Reederei hat ihren Firmensitz seit 1997 in der Mierendorffstraße unweit der Hauptanlegestelle Charlottenburger Ufer im Bezirk Berlin-Charlottenburg. Inhaberin ist seit 2012 Frau Antje Winkler, Tochter von Bruno Winkler und seiner 2010 verstorbenen Ehefrau Lieselotte Winkler, mit der er 1953 an Bord der MS „Deutschland“ kirchlich getraut wurde.
Bis zu seinem 90. Geburtstag war Herr Bruno Winkler ab und an noch beratend tätig. Inzwischen hat er sich in den wohlverdienten Ruhestand zurückgezogen.

Das Unternehmen, dass weiterhin familiär von Frau Antje Winkler und ihrem Sohn Alexander nun schon in der 4. Generation geführt wird, umfasst heute vier Schiffe mit ca. 40 Mitarbeitern während der Saison. Viele von ihnen sind schon seit Jahren dabei und die große Stütze der Firma.

Liebe Kunden, wir hoffen, wir haben mit unserem Rückblick in unsere Firmengeschichte Ihr Interesse geweckt, wieder einmal mit dem Schiff durch Berlin zu fahren.
Kommen Sie an Bord!

Das Team der Reederei Bruno Winkler ist bereit und freut sich auf Sie.

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